Road Trip – Day 7

29.12.16: Fish Creek, VIC – Phillip Island, VIC

Auf den heutigen Tag haben wir uns schon lange gefreut, denn wir werden heute die Little Penguins auf Phillip Island besuchen. Während die Insel in Europa vor allem wegen der kleinen watschelnden Strandbewohner bekannt ist, ist sie für viele Australier auch ein beliebter Ferienort und Surf-Spot.

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Von Fish Creek geht es erstmal weiter nach Inverloch, wo wir uns einen Kaffee holen. Auf dem Bunurong Coastel Drive geht es dann in Richtung Cape Paterson. Die Küstenstraße führt entlang des Bunurong Marine Parks, mit beeindruckenden Felsen und schönen Sandbuchten. Bei der ersten Gelegenheit machen wir auf einem Felsvorsprung eine Pause und genießen unseren Morgenkaffee mit Aussicht.

Über Cape Paterson fahren wir weiter in Richtung Phillip Island. Das wechselhafte Melbourne-Wetter vollführt am Himmel ein beeindruckendes Farbspiel. In Kilcunda kann man Phillip Island, über dem gerade ein mächtiges Regenband hängt schon in der Ferne sehen. Wir hoffen, dass das, bis wir angekommen sind, durchgezogen ist und sich vielleicht sogar die Sonne wieder etwas herauskämpft.

Als wir die Brücke, die von San Remo nach Phillip Island führt, erreichen, hat sich der Regen tatsächlich etwas verzogen. Kurz bevor wir unser erstes Ziel auf der Insel, das Koala Conservation Centre erreichen, zieht dann doch nochmal ein kurzer aber heftiger Regenschauer durch. Nach so einem Regenschauer aus dem Auto auszusteigen ist in Australien einfach toll – denn draußen riecht es nach dem Regen immer stark nach Eukalyptus. Die perfekte Einstimmung auf die Eukalyptusgourmets, die wir gleich im Conservation Centre sehen werden. Hier können Besucher über Holzstege entlang der vielen Eukalyptusbäume laufen und so den ein oder anderen Koala auf Augenhöhe begutachten. Die meisten Koalas schlafen gerade, aber das ist wohl meistens so: Koalas brauchen immerhin bis zu 20 h Schlaf am Tag. Und wenn sie nicht schlafen, dann nagen sie an Eukalyptusblättern, meistens sogar ohne dabei ihren bequemen Sitzplatz verlassen zu müssen. Wenn sie einen bequemen Platz gefunden haben, bleiben sie da gerne mal auch mehrere Tage sitzen. Koala sollte man sein!

Vom Koala Conservation Centre fahren wir zum Hauptort der Insel nach Cowes, um etwas zu essen. Die Strände auf der Nordseite der Insel erinnern ein bisschen ans Mittelmeer. Kaum Wellen, dafür jede Menge Familien die mit ihren Kindern lieber an Strände ohne gefährliche Brandung plantschen.

Uns gefallen diese Strände aber nicht so gut, also fahren wir vorbei an der bekannten Motorradrennstrecke von Phillip Island in den Ort Smiths Beach, wo trotz des wechselhaften Wetters noch einige Leute im Wasser sind.

 

Bevor die Penguin Parade beginnt, haben wir noch Zeit für einen Abstecher zum Pyramid Rock, einer pyramidenartigen Felsformation mit toller Aussicht. So könnten wir jeden Abend verbringen! Bevor die Sonne untergeht, müssen wir aber weiter zur Penguin Parade.

Die Penguin Parade auf Phillip Island ist schon lange kein Geheimtipp mehr und daher gerade in der Ferienzeit gut besucht.  Unsere Tickets haben wir deshalb schon mehrere Wochen im Voraus gebucht. Wir sind früh genug dran, und ergattern einen Platz ganz unten am Sandstrand. Hier kommen die Pinguine an, sobald die Sonne untergangen ist. Jeden Abend wiederholt sich hier dasselbe Schauspiel. Die Little Penguins kommen in kleinen Gruppen angeschwommen und checken erstmal die Lage. Die Menschen stören sie dabei scheinbar nicht. Angst haben die Kleinen vor Greifvögeln und kommen daher erst an Land, wenn es dunkel ist. Nach und nach trauen sich die ersten an Land zu gehen, und watscheln schon bald über den Sandstrand eine kleine Böschung bergauf, um schließlich zu ihren Nistplätzen zu gelangen. Dort warten bereits Frau und Kinder auf ihr Futter. Leider ist es strengstens verboten Fotos von den Pinguinen zu machen, da sie äußerst empfindlich auf Licht reagieren und schon die Displaybeleuchtung eines Smartphones ausreicht, um die armen Kleinen völlig aus ihrem Konzept zu bringen. Copyright-freie Bilder von den Pinguinen konnte man sich aber per App herunterladen.

Vor Beginn des Spektakels hatte ein Guide darauf hingewiesen, dass der ein oder andere Pinguin sich schon mal bis auf den Autoparkplatz verirren kann und wir besser vor dem Losfahren nochmal nachschauen sollen, damit wir keinen überfahren. Wir hätten NIE damit gerechnet, aber tatsächlich treffen wir auf dem Parkplatz zwei Pinguine und bekommen so doch noch unser Foto, natürlich mit professionellem Equipment, ohne Blitz und grelle Displaybeleuchtung.

Überwältigt von den hunderten kleinen Pinguinen fahren wir zu unserem heutigen Übernachtungsplatz am Anzacs Beach.

Unser Fazit: Die Pinguin Parade ist zwar sehr touristisch, aber ein absolutes Muss, wenn man in der Nähe von Melbourne ist. Tickets sollte man bereits im Voraus buchen, da die Veranstaltung eigentlich so gut wie immer ausverkauft ist. Morgen fahren wir weiter nach Melbourne, wo wir zwei Nächte verbringen und das neue Jahr 10 Stunden, bevor es in Deutschland angekommen ist, begrüßen werden.

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One thought on “Road Trip – Day 7

  1. Wie süß!
    Das werden die little penguins vielleicht auch irgendwann lernen (und wohl auch wieder vergessen): wer sich abseits der Touristen Route aufhält wird geblitzt-dingst (auch wenn ihr nett wart).

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